
Lock-up-Kupplungen dienen im Wandler zur Schlupfvermeidung im normalen Fahrbetrieb, da ein Wandler prinzipbedingt nur Drehmomente bei Schlupf übertragen kann, was zu Mehrverbrauch führen würde. Die Lock-up-Kupplung wird vom Getriebe geregelt angesteuert. Weiterhin wird bei vielen Anwendungen gezielt in bestimmten Lastzuständen ein geringer Dauerschlupf eingestellt, um Getriebegeräusche zu vermeiden. Moderne Getriebesteuerungen sind in der Lage bei Bedarf gezielt einen konstanten Schlupf von ca. 5 U/min einzustellen, was nahezu verbrauchsneutral ist.
Desweiteren kann die Fahrdynamik des Fahrzeugs in bestimmten Fahrsituationen durch kurzzeitige gezielte Motordrehzahl-Erhöhung verbessert werden. Die bei diesen Vorgängen entstehende Reibleistung (einige Watt bis mehrere Kilowatt) kann das ATF-Öl (Automatic Transmisson Fluid) punktuell überhitzen und somit maßgeblich die Getriebelebensdauer verkürzen, so dass eine wirkungsvolle Reibbelagkühlung zwingend notwendig ist. Hierzu wird gezielt Öl durch oder über die Reibbeläge geleitet. Übliche Materialien sind Hochleistungs-Papierbeläge bzw. Karbonfaserbeläge. Angewandt werden auch Blendenkühlungen, bei der das Öl durch ein Loch im Kolben nah an den Reibflächen vorbeigeführt wird. Dabei werden jedoch prinzipbedingt nicht die Kühlleistungen der Belagdurchfluss-Kühlung erreicht. LuK setzt daher konsequent auf durchflussgekühlte Systeme.
Bei LuK haben sich ungenutete Karbonbeläge, bei denen das Kühlöl durch die Karbonfasern fließt bzw. genutete Papierbeläge mit eingeprägten Schlangennuten o.ä. etabliert. Auch durchflussgekühlte konische Kupplungen mit speziellen Vorteilen wurden erprobt (LuK TorCon-System). Eine Vielzahl von LuK Patenten auf diesem Gebiet verdeutlicht die Komplexität und Wichtigkeit einer wirkungsvollen Hochleistungskühlung. Zur optimalen Anwendungsapplikation werden speziell entwickelte Simulationsprogramme zur Nutauslegung verwendet.